Maserada sul Piave (Treviso), magazzino tessuti della Tessitura Monti, 1940-1950, fondo Archeologia Industriale.
EIN KNOW-HOW,
VON GENERATION ZU GENERATION WEITERGEGEBEN
Ach, bella Italia: Dieses Land, in dem niemand besser kocht als die Mamma, niemand kühner fährt als der Papà und niemand temperamentvoller flucht als der Nonno! Die Familie nimmt in der italienischen Kultur einen sehr hohen Stellenwert ein, und das gilt genauso für die Geschäftswelt. Die Wirtschaft auf dem Stiefel setzt sich aus zahlreichen kleinen, unabhängigen Unternehmen zusammen, die meist in Familienhand geführt werden.
In der Mode ist das Made in Italy seit den 1960er-Jahren zum Synonym für Kreativität und sorgfältige Verarbeitung geworden – es ist „der Geist von Hermès im Maßstab eines ganzen Landes“, so Raffaello Napoleone, Geschäftsführer der Pitti Immagine, Veranstalter der Textil- und Bekleidungsmessen (Quelle: Le Figaro). Als echtes Gütesiegel für Spitzenqualität ist es schwer geworden, den Italienern das Wasser (oder den Stiefel) zu reichen; aus diesem Grund lassen viele Marken ihre Kollektionen bei unseren alpinen Nachbarn fertigen. Doch wie lässt sich der Erfolg der italienischen Modehäuser erklären? Liegt das Geheimnis etwa im Band der Famiglia?
Ja und nein – ein Unternehmen ist nicht allein deshalb besser als ein anderes, weil es von einer Familie geführt wird. Was den Unterschied ausmacht, ist die Weitergabe traditionellen Know-hows von einer Generation an die nächste sowie die Bewahrung einer regionalen Spezialisierung. So sind die Maestri des Leders vor allem in der Toskana zu finden, während die feinsten Stoffe im Norden von Biella, über Como bis nach Treviso gewebt werden.
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TREVISO, DAS WIRTSCHAFTLICHE JUWEL VENETIENS
Treviso ist gewissermaßen das mittlere Kind Venetiens – der beliebtesten Tourismusregion Italiens: oft übersehen zwischen der großen Schwester Venedig und der kleinen Schwester Verona mit ihrem Gardasee. Treviso liegt nur 28 km von Venedig entfernt, und seine kleinen Kanäle, mittelalterlichen Stadtmauern und engen Gassen – ganz ohne Touristenmassen – stehen der Lagunenstadt in kaum etwas nach. Im Zweiten Weltkrieg schwer bombardiert, hat sich Treviso zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum im Nordosten Italiens entwickelt – mit Großkonzernen wie dem Haushaltsgerätehersteller De'Longhi, aber auch zahlreichen bekannten Modemarken wie Benetton, Diesel oder dem Hersteller atmungsaktiver Schuhe Geox.

Maserada sul Piave (Treviso), campionario di tessuti della Tessitura Monti, 1950 ca. fondo Archeologia Industriale FAST – Foto Archivio Storico Trevigiano della Provincia di Treviso.

TESSITURA MONTI – 100 JAHRE AUSSERGEWÖHNLICHE STOFFE
Unter diesen zahlreichen im Nordosten Italiens ansässigen Unternehmen befindet sich einer der größten Namen der italienischen Textilbranche: die Tessitura Monti. 1911 von den drei Brüdern Monti – Evaristo, Venerio und Bruno – gegründet, hat sich das italienische Traditionshaus seit über einem Jahrhundert auf die Herstellung hochwertiger Hemdenstoffe spezialisiert. Von der Faser über das Spinnen und das Färben des Garns bis hin zum Weben Made in Italy, aber durch die Gründung einer Niederlassung auch in Indien, hat Monti den Schritt auf die internationale Bühne gemeistert und dabei seine DNA als unabhängiges Familienunternehmen bewahrt. Heute vereint Monti traditionelles Know-how, modernste Technologien und Umweltbewusstsein, um immer kreativere Stoffe in handwerklicher Spitzenqualität zu kreieren. Da wir dieselben Werte teilen, ist es für uns selbstverständlich, dass wir die Stoffe für unsere Hemden seit Jahren von dort beziehen.
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ITALIEN UND DIE GESUNDHEITSKRISE:
DIE WEBEREI MONTI STELLT IHRE PRODUKTION UM

Ohne sich allein auf den Textilsektor zu beschränken, liegt das wirtschaftliche Herz Italiens im Zentrum und im Nordosten des Landes: Die Regionen Venetien, Lombardei und die Emilia-Romagna erwirtschaften allein schon fast die Hälfte des italienischen BIP (Quelle: Les Echos, 8. März 2020). Die Covid-19-Pandemie, die die gesamte Welt monatelang zum Stillstand brachte, forderte in Italien ihr erstes europäisches Opfer: Ende Januar wurden die ersten Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Vor allem der Norden des Landes war von der schnellen Ausbreitung des Virus betroffen, was zahlreiche „nicht-systemrelevante“ Unternehmen für mehrere Monate lahmlegte. In dieser schwierigen Zeit gesundheitlicher und wirtschaftlicher Unsicherheit bewiesen die Italiener einmal mehr Kreativität und Anpassungsfähigkeit: Die Tessitura Monti stellte einen Teil ihrer Produktion auf die Herstellung von Schutzmasken für die Allgemeinheit um.
MONTI UND DIE HERSTELLUNG VON MASKEN
Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und zur wirtschaftlichen Erholung eines von der Gesundheitskrise schwer getroffenen Landes beizutragen, setzt die Weberei Monti mit Sitz unweit von Treviso ihr über 100-jähriges Know-how ein, um Stoffmasken herzustellen. Diese Alltagsmasken sind hauptsächlich für Unternehmen bestimmt, um deren Teams zu schützen und die Wiederaufnahme der Arbeit zu ermöglichen.


UNSERE SCHUTZMASKEN AUS MONTI-STOFFEN
Seit Beginn der Pandemie arbeiten wir an der Herstellung von Schutzmasken von Kinder- bis Erwachsenengröße. Vor einer Woche in den Verkauf gebracht, waren unsere 1.200 Monti-Stoffmasken in nur wenigen Stunden ausverkauft. Falls Sie keine ergattern konnten, keine Sorge: Eine zweite Charge ist bereits in Produktion. Auf dem Programm: florale Designs von Liberty London und noch mehr schlichte sowie zeitlose Muster, die sich elegant in all Ihre Alltagsoutfits einfügen!
[/row]BEREITEN SIE IHREN SOMMER IN FRANKREICH VOR
Entdecken Sie unsere Sommerhemden aus Monti-Stoffen und bereiten Sie Ihre Garderobe auf einen Sommer in Frankreich vor: Verschiedene Mischungen natürlicher Materialien wie ägyptische Baumwolle, Leinen und Modal wurden kreiert, damit Sie sich diesen Sommer überall frei und unbeschwert fühlen! Vom Büro bis zum Aperitif, von der Bretagne bis zur Côte d'Azur: Unsere Casual-Chic-Hemden sind äußerst angenehm zu tragen und büßen auch in Kombination mit einer Schutzmaske nichts von ihrer Eleganz ein.